Stimulation

Nachdem ich am Samstag das Ovitrelle gespritzt habe – unter Angstschweiß, weil riesig viel Luft im Kolben war… Hatte ich gestern, am Montag den 28.2.05 meine Follikelpunktion – in der Klinik „FoPu“ genannt 😉

Wir mussten Montag um 7.30 Uhr da sein. Dann ging alles sehr schnell: Rubén bekam sein „Beutelchen“ in die Hand gedrückt, ich meine Unterlagen und wurde sofort vor den OP geschickt. Mein Schatz wollte mich gar nicht allein lassen, aber ich hab ihm gesagt, dass sein „Job“ jetzt genauso wichtig ist.
Nur ein paar Minuten später kam eine sehr nette Schwester und brachte mich in einen Umkleideraum mit abschließbaren Schränken. Ich musste alles ausziehen, im Schrank verstauen und bekam dann so ein hübsches weißes OP-Kittelchen nebst einem grünen Häubchen für die Haare und grünen Gummi-Birkenstock. Damit wanderte ich dann ein Zimmer weiter, in den Aufwachraum. Ich legte mich in ein Bett, und schon wurde ich in den OP geschoben. Zum Nachdenken blieb kaum Zeit.
Alle im OP waren total lustig und nett. Ich musste dann vom Bett auf einen gynäkologischen Stuhl aufrücken, bekam noch eine angewärmte Decke über die Beine und schon konnte es los gehen. Die Braunüle in der Hand wurde mit örtlicher Betäubung gemacht, so dass ich davon kaum etwas spürte. Einige Minuten später kam dann die Oberärztin in den OP und schon jagten sie mir die Narkose durch den Arm – die gebrannt hat wie die Hölle, aber mich sofort einschlummern ließ.
Schon kurz später – um 8.40 Uhr (neben dem Bett hing eine Uhr) wurde ich das 1. Mal bewusst wieder wach. Von jetzt an langweilte ich mich bis 11.30 Uhr im Aufwachraum herum, gottlob hatte ein jüngerer Anästhesist die Aufgabe, die Patienten im Aufwachraum zu betreuen (gab wohl Wetter- und Krankheitsbedingt einen Personalengpass). Mit dem unterhielt ich mich dann ein wenig.
Um 9.15 Uhr kam meine Ärztin und berichtete mir, dass 19 Eizellen punktiert werden konnten! Sie gab mir noch kurze „Instruktionen“ zum weiteren Vorgehen (heute 2 Utrogest abends, morgens 3×2 Utrogest, morgen gegen 10 Uhr Anruf vom Labor).
Gegen 10 Uhr war mein 1. Tropf durchgelaufen und ich versuchte den zuständigen Arzt zu überreden, mich doch bitte gehen zu lassen – ich sei doch schon hellwach… Aber er wollte einfach nicht auf mich hören. Naja gut, also musste ich bis 11.30 bleiben.
Kurz später löste eine Schwester den Anästhesisten ab und nachdem ich gefragt hatte, ob ich eigentlich wenn ich „entlassen“ sei, noch warten müsse um zu essen und zu trinken, besorgte sie mir sogar im Aufwachraum schon Zwieback und ein großes Glas Wasser 🙂

Als ich dann endlich nach draußen konnte, warteten schon Rubén und meine Mutter auf mich. Die Schmerzen hielten sich zu dem Zeitpunkt noch in Grenzen, die nette Dame von der Aufnahme war total erstaunt, dass ich schon so „fit“ wieder herum sprang.

Im restlichen Verlauf des Tages änderte sich dies allerdings – die Schmerzen nahmen immer mehr zu und abends war es so schlimm, dass ich bei jeder winzigsten Bewegung meines Körpers aufschrie und weinte. Als ich auf Toilette musste, dachte ich, ich würde gleich bestimmt sterben, so schmerzhaft war das. Die Nacht war die Hölle, erst als ich irgendwann Ibuprofen genommen hatte, konnte ich ein Weilchen schlafen.

Heute früh um 9.40 rief dann bereits das Labor der Uniklinik an: 9 konnten befruchtet werden, davon sind 8 verwendbar – das heißt, 2 werden mir morgen eingesetzt und die restlichen 6 werden eingefroren!!!

Dafür haben sich die Schmerzen gelohnt, heute geht es mir (bisher) auch schon etwas besser, ich hoffe das bleibt so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

siebzehn − 12 =