Unsere Situation

Kinderwunsch und seine Tücken…

Nachdem wir verheiratet waren, bzw. auch schon vorher, kam bei uns mehrfach das Thema Kinderwunsch zur Sprache.

Schnell war klar, dass wir beide gerne Kinder haben möchten – ok, mit der Anzahl waren wir uneins 😉 Rubén hätte gern so viele wie eben möglich, während ich im Idealfall 2 anstrebte.

Somit setzte ich dann zeitgleich mit unseren Flitterwochen, die vom 31.8.-11.9.03 gingen, die Pille nach 6 Jahren ab.

Tja, und dann passierte… nichts. Meine Regel blieb aus. Nach frustrierend negativem Schwangerschaftstest dachte ich mir, dass ich vielleicht einfach abwarten müsse, bis sich alles im Körper wieder eingependelt hat. Aber weit gefehlt… Es passierte trotzdem nichts.

Im Dezember 03 ging ich dann zu meiner Frauenärztin, die Ultraschall machte sowie Blut abnahm. Bei der Besprechung der Ergebnisse 2 Wochen später erfuhr ich dann, dass ich eine zu hohe Konzentration an männlichen Hormonen im Blut hätte, und sie verschrieb mir ein leicht dosiertes Cortisonpräparat.

Damit tat sich dann leider auch nichts… Im Zeitraum bis Juli ging ich noch 2x zur Kontrolle, die Werte besserten sich zwar leicht, aber am nicht vorhandenen Eisprung tat sich dadurch nichts. Daher überwies sie uns dann im Juli in eine Kinderwunschbehandlung.

Wir entschieden uns für eine Uni-Klinik, da wir von dieser sehr viel positives gehört hatten.

Rubén musste dann ein Spermiogramm (kurz: SG) machen, auf Anraten meiner Frauenärztin schon vor dem ersten Termin in der Uni. Das Ergebnis war wunderbar, was uns beide schon sehr erleichterte.

Überraschend schnell bekamen wir dann in der Uni einen Termin: Nach dem Anruf am Montag, den 26.7. konnten wir gleich am 30.7. zu einem ersten Gesprächstermin dort erscheinen.

Wir hatten unser Gespräch mit der Assistenzärztin in der Kinderwunschabteilung und sie nahm sich wahnsinnig viel Zeit dafür – wir waren knapp 1 Stunde dort! Sie erklärte uns alles haarklein, unter anderem die verschiedenen Methoden der Behandlung (IUI, IVF, ICSI und Stimulation, was das genau ist, habe ich unter „ein Versuch der Erklärung“ beschrieben). Sie untersuchte mich auch sofort, dh. wieder Ultraschall und Blutabnahme (somit also Nr. 4 in einem halben Jahr…).

Dann erklärte sie uns, dass Rubén nochmal ein SG machen sollte, diesmal in der Uni-Klink, da die Auswertung nicht überall gleich gemacht würde.

Der Termin für sein SG war dann der 3.8. und am 10.8. war das nächste Gespräch zur Besprechung der Ergebnisse angesetzt. Diesmal sprachen wir mit der Oberärztin der Abteilung.

Sie erklärte mir endlich genau, was mein Problem ist: Die Auffälligkeit der Hormone nennt sich PCO-Syndrom (polycystisches Ovarsyndrom). Hierbei geht es um das Verhältnis von 2 Hormonen: LH und FSH. Diese Hormone sind für Eireifung und Eisprung zuständig und sollten in einem 1:1 Verhältnis stehen, bei mir ist dieses Verhältnis jedoch 3:1, was schon eine sehr starke Form dieser Hormonstörung ist. Das PCOS bewirkt auch die Überproduktion der männlichen Hormone. Weitere, recht verständlich formulierte Infos findet man auch bei Medicine-Worldwide.

Rubéns 2. SG war sehr viel schlechter als das erste, weshalb sie mit uns noch ein 3. SG vereinbarte, um die Werte zu überprüfen. Dies findet am 4.10. statt, am 5.10. ist dann gleich das nächste Gespräch, bei dem wir die Ergebnisse besprechen und die weitere Behandlung planen werden.

Ich soll erstmal das Cortison weiter nehmen, da es die männlichen Hormone etwas reduziert, zusätzlich verschrieb sie mir die Pille (Diane35), die ich für 3 Monate nehmen sollte, damit mein Zyklus wieder eintritt. Die Behandlung soll dann im November, direkt im Anschluss an die 3. Pillenpackung erfolgen.

Auf Anraten der Ärztin in der Uni-Klinik machte ich beim Hausarzt dann noch einen Zuckerbelastungstest, da bei PCOS ein erhöhtes Risiko auf Insulinresistenz besteht. Dies wäre wichtig vor einer Schwangerschaft zu wissen, da dadurch auch das Risiko auf Schwangerschaftsdiabetis ansteigt. Gottseidank war das Ergebnis dieses Tests unauffällig.

Am 30.8. nahm ich die letzte Pille aus der 1. Packung und freute mich wie verrückt auf die Periode, die eintreffen sollte (wie irrsinnig das vielen Frauen vorkommen muss…). Tja, sie kam nicht… Am 7.9. war dann schon die nächste Pillenpackung dran, ich war schon ganz gefrustet, da war sie plötzlich da! Zwar verspätet, aber immerhin, und in ganz normaler Form mit einer Dauer von 5 Tagen. Allerdings auch verbunden mit starken Schmerzen im Unterleib, aber damit kann man leben wenn man trotzdem damit so ein Erfolgserlebnis hat! Nach 1 Jahr endlich wieder ein Zyklus…

Aktuell befinde ich mich im 2. Einnahmezyklus und hoffe, dass in der nächsten Pause wieder alles normal abläuft (und sich die Periode vielleicht ein wenig nach vorne verschiebt).

Den aktuellen Stand werde ich euch natürlich immer hier präsentieren, das nächste Mal melde ich mich also Anfang Oktober wieder 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

18 − zwei =